Nach einer stressigen Phase kämpfte er mit Seitenstechen und schwerem Schritt. Statt mehr Kilometer setzte er drei Wochen auf atemgetaktete Kraft und Dehnung: langsame Ausfallschritte, Hüftöffner, Rückenstreckung, alles mit ruhiger Ausatmung. Das Laufen wurde leiser, der Atem weiter, die Schritte runder. Die Zeiten kamen zurück, ohne zu jagen. Seine Erkenntnis: Rhythmus formt Leistung, nicht umgekehrt. Heute startet jeder Lauf mit zwei Minuten Atemleiter.
Eine Designerin mit Nackenstress integrierte zwei Mini-Sessions pro Tag: fünf tiefe Atemzüge im Sitz, sanftes Schulterblattgleiten, danach ein kurzer Hüft-Hinge mit Besenstiel. Abends zwei Runden Box-Breathing in einer Brustwirbelsäulenöffnung. Nach zehn Tagen verschwand der dumpfe Druck, nach drei Wochen fühlte sich Tippen leichter an. Ohne radikale Umstellung gewann sie Stabilität, Länge und Gelassenheit zwischen Meetings, Deadlines und Entwürfen.